VITA

Foto: BDW // ART
Foto: BDW // ART

Der in Deutschland geborene Komponist und Oboist Tamon Yashima ist derzeit Mitglied der Neue-Musik-Ensembles S201 und Consord. 2019/20 war er Stipendiat der Internationalen Ensemble Modern Akademie.

In seiner Musik stellt er ästhetische Bezüge zu Noise-Musik und freier Improvisation her. Auseinandersetzungen mit elektronischen Mitteln spielen dabei eine große Rolle: der verstärkte und modulierte Ensembleklang, Programmierung und Analyseverfahren von instrumentalen Klängen sind einer der Hauptpunkte. Gesellschaftliche Aspekte wie in seinem Orchesterwerk „Grauschleier, Stadt und schwarzer Qualm“ oder historische Kontexte wie in seinem Klavierkonzert spielen ebenso eine Rolle.

    Bereits mit sieben Jahren erhielt er beim AVW Piano Composer Cup seine erste Auszeichnung. Darauf folgten unter anderem mehrere Preise beim Deutschen Musikwettbewerb für Komposition in Bonn, als Oboist den zweiten Preis beim 4. John-Cage-Wettbewerb für die Interpretation zeitgenössischer Musik, beim Bundeswettbewerb „Jugend komponiert“ der Jeunesses Musicales, den zweiten Preis beim Kompositionswettbewerb „Politisches Lied“ des Oldenburger Chor Bundschuh und das Rotary-Stipendium „composer in residence“ der Orgelwelten Ratingen.
    Seine Kompositionen werden bei Festivals im In- und Ausland gespielt, wie beim NOW! Festival Essen, dem Beethovenfest Bonn, den Wittener Tagen für Neue Kammermusik (Newcomer-Konzert), den Donaueschinger Musiktagen für Neue Musik (Next Generation, 2016), dem Opening20 Festival in Trier, der Kontakte ’19/Biennale für Elektroakustische Musik und Klangkunst, beim 7. Na-Ju International Contemporary Music Festival (Südkorea) und dem Nasz Festiwal Wroclaw (Polen). Er arbeitete mit namenhaften Ensembles und Musikern zusammen, unter anderem mit den Bochumer Symphonikern, der Internationalen Ensemble Modern Akademie, dem Ensemble S201, dem Ensemble Consord, oder dem Neuen Ensemble Hannover.
    Als Oboist war er aktiver Teilnehmer bei Meisterkursen wie den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik bei Peter Veale (Ensemble Musikfabrik), bei der internationalen Ensemble Modern Akademie (Klangspuren Schwaz) unter der Leitung von Jonathan Stockhammer, bei. Christian Hommel (Ensemble Modern) bei Heike Steinbrecher, Christian Wetzel und Gundel Jannemann-Fischer. Er ist Mitglied beim Neue Musik-Ensemble consord und Gründungsmitglied des Ensemble S201, bei dem er nicht nur als Oboist sondern auch als EWI-Spieler, Kurator und Komponist tätig ist.
    Er studierte Oboe bei Michael Niesemann an der Folkwang Universität der Künste und bei Matthias Bäcker an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar. Derzeit studiert er instrumentale und elektronische Komposition bei Günter Steinke und bei Michael Edwards. Seinen ersten Kompositionsunterricht erhielt er mit 13 Jahren an der Musikhochschule Hannover bei Benjamin Lang und bei Gordon Williamson.